Mitglieder aus dem Gewerk "Keramik" zeigen
Gegen Ende des 16. Jahrhundert entwikelte sich im südlichen Westerwald im sogenannten Kannenbäckerland ein blühendes Zentum für salzglasiertes Steinzeug. Auch heute noch ein keramisches Zentrum, nicht zuletzt auf Grund der großen Tonvorkommen, befindet sich in Höhr-Grenzhausen eine Fachschule für Keramik und das weiterführende "Institut für künstlerische Keramik und Glas". Das "Keramikmuseum Westerwald" widmet sich ebenfalls ausschlieslich diesem Werkstoff und ist als Austragungsort des Westerwaldpreises eine der ersten Adressen für Sammler und Liebhaber. Die Handwerkskammer Koblenz veranstalltet den sehr renomierten international ausgeschriebenen Wettbewerb "Salzbrand-Keramik" um neue Tendenzen und inovative Impulse zu fördern. Von großer Bedeutung ist auch die Sammlung zeitgenösischer Keramik, die Jakob Wilhelm Hinder und Lotte Reimers in der Nachkriegszeit zusammengestellt und der Öffentlichkeit präsentiert haben. Inzwischen ist diese Sammlung an das Land Rheinland-Pfalz übergegangen und wird an wechselnden Orten gezeigt. Im Berufsverband Kunsthandwerk Rheinland-Pfalz e.V. sind zurzeit 33 Werkstätten aus dem Bereich Keramik organisiert. Neben zahlreichen Töpfereien und künstlerisch orientierten Ateliers haben führende Werkstätten aus dem baukeramischen Bereich ihren Sitz in Rheinland-Pfalz.